| Automatikuhren
Geschichte der
Automatikuhren - Teil 4
So hat, wie die Ebauches-Hauszeitung ausführt, die Firma Selza Watch einige Jahre
später die Harwood-Uhr auch auf den Markt gebracht. Es waren aber die
Firmen A. Schild AG und Fortis AG, die die Initianten zur Fabrikation
der automatischen Armbanduhr waren und dafür Pionierdienste geleistet
haben.
Ansicht einer Harwood-Uhr mit dem gerippten Glasreif zum Richten der Zeiger
und mit der runden Zifferblattöffnung oberhalb der >>6<<,wo ein roter bzw.
weißer Punkt anzeigt, ob der Zeigerstellmechanismus ein- oder ausgeschaltet
ist.Eine manuelle Aufzugsvorrichtung wurde weggelassen. Uhrwerk von der
Rückseite her gesehen. Zu beachten ist die mit Puffern versehene Schwingmasse,
die sowohl auf Brückenseite als auch auf Zifferblattseite gelagert ist. Ferner
auch
das Zeigerstelltrieb am oberen Werkrand, das mit dem drehbaren Glasreif
eingreift.
John Harwood begnügte sich nicht etwa, wie die meisten Erfinder, nur
einige Ideen oder approximative Skizzen anzubieten, sondern er stellte
einen Prototyp seiner automatischen Armbanduhr zur Verfügung.
Ausserdem hat er Zeichnungen aller Spezialteile angefertigt und dadurch
den Herstellerfirmen die Aufgabe beträchtlich erleichtert. Leider fehlten
in der damaligen Zeit die Erfahrungen in der Fabrikation und in der
Montage solcher Spezialmechanismen, so daß sich die Verwirklichung der
Harwoodschen Idee zu einem regelrechten Sorgenkind entwickelte. Die
ganze Angelegenheit wurde noch komplizierter durch mehrere an der
Gesellschaft >>The Harwood Watch Company<< beteiligte
Geschäftsleute, die nur ein Ziel kannten, diese Erfindung so rasch wie möglich
auszunützen und dafür so
wenig wie möglich zu bezahlen. Bedingt durch diese Umstände wie durch die
beginnende Krisenzeit der
dreißiger Jahre war dieser Gesellschaft keine lange Lebensdauer vergönnt.
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