| Automatikuhren
Geschichte der
Automatikuhren - Teil 3
Wie die Ebauches-Hauszeitung in einem von Peter Aebi geschriebenen
Erinnerungsartikel über John
Harwood zu berichten weiß, war dessen erster Schweizer Reise noch kein Erfolg
beschieden. Wie dies oft
bei Neuerungen der Fall ist, zeigte sich die Uhrenindustrie zunächst skeptisch.
Eine in der Folge
gegründete Gesellschaft zur Verwertung der Ideen von Harwood war dank der
finanziellen Deckung
erfolgreicher.
Es war im Jahre 1926, als John Harwood mit dem Großunternehmen der
Ebauches-Industrie, A. Schild
AG, in Verbindung trat. Gleichzeitig wandte er sich durch Intervention des
damaligen Fortis-Aktionärs
Ernst Schild an die Fortis AG mit dem Ersuchen, seine automatischen Rohwerke bei
diesem
Unternehmen montieren zu lassen und unter dem Namen Harwood in den Handel zu
bringen. Der
Gründer der Firma Fortis, Walter Vogt (übrigens ein Bruder von Gottlieb
Vogt-Schild sel., des Verlegers
von «The Swiss Watch»), machte sich mit großem Eifer an die Verbreitung dieser
neuen und
epochemachenden Erfindung.
Der Fortis AG gehört somit der Ruhm, als erste Uhrenfabrik die automatische
Armbanduhr an der
Basler Mustermesse ausgestellt und somit auf den Weltmarkt gebracht zu haben.
Wie es mit großen Errungenschaften geht, die spontane Aufnahme blieb
aus, und die Krise der dreißiger Jahre setzte auch der automatischen Uhr
zu. John Harwood hatte sich das Recht ausbedungen,seine Konstruktion auch
anderen Uhrenfabrikanten in Lizenz zu übergeben.
|